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Konrad Lorenz ``Thesen der intraspezifischen Aggression``

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ISBN: 3170151622   ISBN: 3170151622   ISBN: 3170151622   ISBN: 3170151622 
 
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Freuds analytischen, tiefenpsychologischen Konzepte sollen aber im Verlauf des Gesprächs durch andere Teilnehmer aufgenommen werden.



Zur Vorstellung der Diskussionsteilnehmer:

Lorenz:
Ethologe; Geht vonvier großen Triebsysteme aus, darunter den Aggressionstrieb. Vertritt Katharsishypothese.

Biol.:
Argumentiert biologisch-evolutionär; moderner Ethologe. Eingeladen um Lorenz eine aktuellere biologische Argumentationsweise gegenüber zu stellen. Ist an keine in sich geschlossene Theorie der menschlichen Aggression gebunden.

Human. Psych.:
Humanistisch orientierter Psychologe mit gesellschaftskritischem Background. Bezieht sich auf Frustrations - Aggressions - Hypothese

Kogni.:
Kognitivistisch - lerntheoretischer Psychologe mit wissenschafts- theoretischen Ambitionen.



Vorbemerkung:
Nach Sicht der mir zur Verfügung stehenden Literatur scheint es mir fast anachronistisch, 1993 die Thesen von Konrad Lorenz zu diskutieren.
Lorenz Ruf in Fachkreisen beruht anscheinend auf bestimmten Tierberobachtungen, die auch heute noch gern zitiert werden (z.B., Der Kumpan in der Umwelt des Vogels, 1935). Seine Thesen bezüglich intraspezifischer menschlicher Aggression werden aber hier doch eher dem alternden Nobelpreisträger zugeschrieben, der sich nun zu universellen Komentaren berufen fühlt. Methodische und inhaltliche Mängel unterstützen die Kritik - Fehler bei der Tierbeschreibung, induktive, nicht quantifizierte Vorgehensweise (L1).
Allein die heute noch herrschenden Mißverständnisse (siehe Diskussion) lassen darauf schließen, daß trotz annähernden Differenzierung der unterschiedlichen Paradigmen kein Konsens über die zentralen Hypothesen herrscht. Der Hinweis Herbert Selgs :" In der Geschichte der Aggressionsforschung haben teils nacheinander, teils nebeneinander drei theoretische Ansätze dominiert: Triebtheorien, Aggressions-Frustrations-Theorie, und Lerntheorie. Sie schließen sich nicht unbedingt wechselseitig aus, aber kompromißlerischen Harmonisierungsbemühungen sollte man skeptisch begegnen." (L1,S.18)
Das konsensarme nebeneineander der Theorien scheint auch darin begründet zu sein, daß sich in den Letzten 10 Jahren der Mainstream in der Psychologie und der Ethologie dem Thema Aggression kaum oder unter anderen Zugangsweisen genähert hat (was die Verwendung des Begriffes Paradigma nach Kuhn geradezu provoziert). Die heutige Ethologie hat andere Schwerpunkte und Aggression erscheint hauptsächlich in Modellen der mathematischen Spieltheorie (z.B. Falken und Tauben Modell) (L8,S.200).
Der Kognitivismus war bekannt für seine Vernachläßigung der Themen Emotion (siehe Roth,1980) und Aggression (L1: Psychological Abstracts: 1971 - 400 Veröffentlichungen zu Emotion einschl. "Aggression"; 1975 - nur noch 200 Veröffentlichungen). Außerdem wurden dies betreffende Hypothesen hauptsächlich in Bezug auf die motivationalen Aspekte bei der Informationsverarbeitung untersucht.

  
Grundriss der Psychologie: Persönlichkeitspsychologie.: BD 11
von Lothar Laux
Siehe auch:
Psychologie der Persönlichkeit (Springer-Lehrb...
Persönlichkeitstheorien (Uni-Taschenbücher L)
Entwicklungspsychologie: Mit CD-ROM
Theorien der Sozialisation 3: Erläuterunge...
Psychologie: Eine Einführung in ihre Grundlagen...
Grundriss der Psychologie: Motivation: BD 6
 
   
 
     
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