Title:

Konrad Lorenz ``Thesen der intraspezifischen Aggression``

Description:  Ursprung und Verankerung der Aggression in der Persönlichkeit.
Author:Axel Ebert
deutsch
  
ISBN: 3150182573   ISBN: 3150182573   ISBN: 3150182573   ISBN: 3150182573 
 
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Diskussion
zu
Konrad Lorenz´ Thesen

der intraspezifischen

AGGRESSION



Sozialpsychologie der Gewalt und Aggression







Ein eher persönliches Vorwort als Hinweis ...

Lorenz´ Buch "Das sogenannte Böse" fiel mir vor etwas mehr als 10 Jahren zum ersten Mal in die Hand und führte in der darauf folgenden Zeit zu heftigen Diskussionen mit einem Biologie interessierten Schulfreund. Mein Interesse an humanistischer Psychologie mißfiel ihm ohnehin, und so stand einer offenen Auseiandersetzung nichts im Wege. Die Grundthesen und der Stil dieses Buches machten mir es damals leicht, ihn aus meiner "Weltsichtecke" mit einem guten Anteil Zynismus (natürlich der aggressiven Art) herauszufordern.
In der Zwischenzeit habe ich 10 Semester Psychologie studiert, einige plausible (und sich oft widersprechende) Theorien zum Thema Aggression kennengelernt und bin unterschiedlichen Weltbildern nachgehechtet, in der Hoffnung einen fruchtbaren Boden oder mir sinnvoll erscheinende Perspektiven für psychologische Theoriebildung und das Verständnis psychischer Phänomene zu entdecken.
Einen so umfassenden Disput wie den damaligen würde es wahrscheinlich mit dem heute studierten Biologen nicht mehr geben, da mir (und ihm hoffentlich auch) am Kampf um das Weltbild nicht mehr soviel liegt. Ich würde mir eher wünschen es gäbe eine differenzierte Betrachtung genauer Fragestellungen, die Hinweise auf die mögliche Antwortenkompetenz der unterschiedlichen Sichtweisen zur jeweiligen Frage geben könnte. Diesen Wunsch werde ich mir nun im Folgenden auch erfüllen, da mir die reine Darstellung einzelner (ohnehin allzu bekannter) Theorien + einem abschließenden persönlichen Urteil, als zu unflexibel erscheint und inhaltliche Wiederholungen provoziert. Die Seminararbeit wird also in Form einer fiktiven Diskussion verschiedener Denkansätze erfolgen. Ich werde versuchen, die Diskussionsteilnehmer am Tisch in meinem Kopf mit allen mir verfügbaren Informationen auszustatten.
Da Lorenz Buch keine wissenschaftliche Abhandlung im engeren Sinne ist - eine Quantisierung und Überprüfung seiner Hypothesen hat er nie angestrebt - und der aktuelle Einfluß hauptsächlich in der populärwissenschaftlichen, gesellschaftlichen Meinungsbildung fußt, erscheint mir eine Gegenüberstellung mit anderen Meinungen sinnvoll, die sowohl auf seine Argumentationsgrundlage, als auch auf seine Wirkung und den geschichtlichen Bezug (Sozialdarwinismus) eingehen.
Meine Meinung wird zwangsläufig durch die Argumentationsauswahl, die Fragestellungen und den Gesprächsverlauf durchschimmern.

Neben Konrad Lorenz werden als Vertreter der einzelnen "Gattungen" kumulierte Prototypen mit einer tolerant, liberalen Tendenz dargestellt. Im Falle der biologischen Argumentationsrichtung werden sinnvoll erscheinende Inhalte von verschiedenen Vertretern dieses Faches (Irenäus Eibl-Eibelsfed, Rupert Riedel, Dierk Franck...) nach den unten angegebenen Kriterien ausgewählt und eingeflochten. Selbiges gilt für den humanistisch orientierten und den kognitiv-lerntheoretischen Prototyp. Allen Prototypen sollen jedoch auch andere Argumentationsarten, sofern sie nicht der Grundorientierung zuwiderlaufen zugänglich sein (z.B. Sozial- und Entwicklungspsychologie, Anthropologie).
Ein Freud orientierter, tiefenpsychologischer Ansatz ließ sich, trotz anfänglicher Versuche nicht wirklich in den von mir gewählten Gesprächsverlauf integrieren. Gründe hierfür:
- Zentrale Thesen ( angeborene Instinkt- und Triebzuschreibung, Katharsis ) werden von den anderen Denkrichtungen vertreten. Lorenz und der biologische Prototyp postulieren ebenfalls einen starken, autonomen Aggressionstrieb, der Freuds späteren Beschreibung des Todestriebes (1920) im Bezug auf die Verankerung im Menschen entspricht. Zwar wird dem Todestrieb eine direktere, rein zerstörerische Wirkung als bei Lorenz zugeschrieben, aber gerade diese wird von vielen, ansonsten orthodoxen Analytikern (z.B O.Fenichel) stark kritisiert.
Freuds frühere Orientierung (ab 1915), die Aggression als Reaktion auf Unlustempfindung versteht, wurde über die Yale-Gruppe (Dollard et al; Frustrations-Aggressions-Theorie, 1939) später in der Humanistischen Psychologie integriert.
- Freuds eigene Deklarierung der Trieblehre als Mythologie. Triebe als "mythische Wesen, großartig in ihrer Unbestimmtheit" (1933) erfordern eine eher phänomenologische Gesprächsgrundlage um angemessen diskutiert zu werden.
  
Psychologie: Eine Einführung
Siehe auch:
Die Weltwirtschaft: Eine kleine Einführung
Das Gehirn: Eine Einführung
Psychologie lernen: Eine Einführung und Anleitung …
Abriss der Psychoanalyse
Lexikon Psychologie: Hundert Grundbegriffe
Psychologie (Springer-Lehrbuch)
 
   
 
     
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