|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| ISBN: 3407229143 ISBN: 3407229143 ISBN: 3407229143 ISBN: 3407229143 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Wir empfehlen: | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Diskussion
zu
Konrad
Lorenz´
Thesen
der
intraspezifischen
AGGRESSION
Sozialpsychologie der Gewalt
und Aggression
Ein eher persönliches Vorwort als Hinweis
...
Lorenz´ Buch "Das sogenannte Böse" fiel
mir vor etwas mehr als 10 Jahren zum ersten Mal in die Hand und führte in
der darauf folgenden Zeit zu heftigen Diskussionen mit einem Biologie
interessierten Schulfreund. Mein Interesse an humanistischer Psychologie
mißfiel ihm ohnehin, und so stand einer offenen Auseiandersetzung nichts
im Wege. Die Grundthesen und der Stil dieses Buches machten mir es damals
leicht, ihn aus meiner "Weltsichtecke" mit einem guten Anteil Zynismus
(natürlich der aggressiven Art) herauszufordern.
In der Zwischenzeit habe ich 10 Semester
Psychologie studiert, einige plausible (und sich oft widersprechende) Theorien
zum Thema Aggression kennengelernt und bin unterschiedlichen Weltbildern
nachgehechtet, in der Hoffnung einen fruchtbaren Boden oder mir sinnvoll
erscheinende Perspektiven für psychologische Theoriebildung und das
Verständnis psychischer Phänomene zu entdecken.
Einen so umfassenden Disput wie den damaligen
würde es wahrscheinlich mit dem heute studierten Biologen nicht mehr geben,
da mir (und ihm hoffentlich auch) am Kampf um das Weltbild nicht mehr soviel
liegt. Ich würde mir eher wünschen es gäbe eine differenzierte
Betrachtung genauer Fragestellungen, die Hinweise auf die mögliche
Antwortenkompetenz der unterschiedlichen Sichtweisen zur jeweiligen Frage geben
könnte. Diesen Wunsch werde ich mir nun im Folgenden auch erfüllen, da
mir die reine Darstellung einzelner (ohnehin allzu bekannter) Theorien + einem
abschließenden persönlichen Urteil, als zu unflexibel erscheint und
inhaltliche Wiederholungen provoziert. Die Seminararbeit wird also in Form einer
fiktiven Diskussion verschiedener Denkansätze erfolgen. Ich werde
versuchen, die Diskussionsteilnehmer am Tisch in meinem Kopf mit allen mir
verfügbaren Informationen auszustatten.
Da Lorenz Buch keine wissenschaftliche
Abhandlung im engeren Sinne ist - eine Quantisierung und Überprüfung
seiner Hypothesen hat er nie angestrebt - und der aktuelle Einfluß
hauptsächlich in der populärwissenschaftlichen, gesellschaftlichen
Meinungsbildung fußt, erscheint mir eine Gegenüberstellung mit
anderen Meinungen sinnvoll, die sowohl auf seine Argumentationsgrundlage, als
auch auf seine Wirkung und den geschichtlichen Bezug (Sozialdarwinismus)
eingehen.
Meine Meinung wird zwangsläufig durch die
Argumentationsauswahl, die Fragestellungen und den Gesprächsverlauf
durchschimmern.
Neben Konrad Lorenz werden als Vertreter der
einzelnen "Gattungen" kumulierte Prototypen mit einer tolerant, liberalen
Tendenz dargestellt. Im Falle der biologischen Argumentationsrichtung werden
sinnvoll erscheinende Inhalte von verschiedenen Vertretern dieses Faches
(Irenäus Eibl-Eibelsfed, Rupert Riedel, Dierk Franck...) nach den unten
angegebenen Kriterien ausgewählt und eingeflochten. Selbiges gilt für
den humanistisch orientierten und den kognitiv-lerntheoretischen Prototyp. Allen
Prototypen sollen jedoch auch andere Argumentationsarten, sofern sie nicht der
Grundorientierung zuwiderlaufen zugänglich sein (z.B. Sozial- und
Entwicklungspsychologie, Anthropologie).
Ein Freud orientierter, tiefenpsychologischer
Ansatz ließ sich, trotz anfänglicher Versuche nicht wirklich in den
von mir gewählten Gesprächsverlauf integrieren. Gründe
hierfür:
- Zentrale Thesen ( angeborene Instinkt- und
Triebzuschreibung, Katharsis ) werden von den anderen Denkrichtungen vertreten.
Lorenz und der biologische Prototyp postulieren ebenfalls einen starken,
autonomen Aggressionstrieb, der Freuds späteren Beschreibung des
Todestriebes (1920) im Bezug auf die Verankerung im Menschen entspricht. Zwar
wird dem Todestrieb eine direktere, rein zerstörerische Wirkung als bei
Lorenz zugeschrieben, aber gerade diese wird von vielen, ansonsten orthodoxen
Analytikern (z.B O.Fenichel) stark kritisiert.
Freuds frühere Orientierung (ab 1915), die
Aggression als Reaktion auf Unlustempfindung versteht, wurde über die
Yale-Gruppe (Dollard et al; Frustrations-Aggressions-Theorie, 1939) später
in der Humanistischen Psychologie integriert.
- Freuds eigene Deklarierung der Trieblehre als
Mythologie. Triebe als "mythische Wesen, großartig in ihrer
Unbestimmtheit" (1933) erfordern eine eher phänomenologische
Gesprächsgrundlage um angemessen diskutiert zu werden.
|
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| |<< First < Previous Index Next > Last >>| | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
This web site is a part of the project StudyPaper.com. We are grateful to Axel Ebert for contributing this article. Back to the topic site: StudyPaper.com/Startseite/Wissenschaft/Geistwissenschaften/Psychologie External Links to this site are permitted without prior consent. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| deutsch | Set bookmark | Send a friend a link | Copyright © | Impressum | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||